Vater, Vater, Kind: Moderne Geschlechter- und Familienpolitik

Wir gehen davon aus, dass alle Menschen bei allen Unterschieden und Variationen gleichwertig sind. Das betrifft auch Kategorien, die lange Zeit und bis heute Anlass zu Diskriminierung und ungleicher Behandlung waren: unter anderem das biologische und soziale Geschlecht einer Person, sowie die sexuelle Orientierung.

Im Verständnis der Piraten trifft das biologische Geschlecht einer Person keine Aussage über ihr soziales Geschlecht. Jeder Mensch sollte frei wählen dürfen, in welchen Aspekten, inwieweit und ob überhaupt er/sie/es einer oder mehreren Geschlechterrollen entsprechen möchte, ohne dadurch Diskriminierung zu erfahren. Desweiteren sollte in keinem gesellschaftlichen Bereich, sei es Bildung, Arbeit, Familie oder Politik, ein Geschlecht dem anderen als bevorzugt angesehen werden.

  • Freie Selbstbestimmung geschlechtlicher und sexueller Identität
  • Geschlechterneutrales Bildungsumfeld für Kinder
  • Geschlecht bei Behörden nicht erfassen
  • mehr Rechte für Trans- und Intersexuelle

Auch darf man auch nicht die Augen davor verschließen, dass aktuell in der Gesellschaft Menschen anhand ihres Geschlechts in unterschiedlichen Bereichen benachteiligt werden. Dies sollte man als gesamtgesellschaftliches Problem ansehen. Dennoch können auch von offizieller Seite gezielte Gegenmaßnahmen, um der Diskriminierung entgegenzusteuern, ergriffen werden.

  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
  • ausgeglichene Besetzung von Führungspositionen
  • Die Idee von „Männer-/Frauenberufen“ überwinden

 Ebenso sind alle Beziehungsformen und -modelle, solange sie auf gegenseitigem Einverständnis und Respekt beruhen, als gleichwertig anzusehen. Dies bedeutet nicht nur, dass Beziehungs- und Partnerschaftsformen, die vom traditionellen Konzept der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau abweichen, zu tolerieren sind, sondern dass sie auch politisch, juristisch und finanziell gleichermaßen unterstützt werden sollten. Ebenso bildet das Familienmodell, dass ein Kind mit seinen beiden biologischen Eltern aufwächst, schon jetzt nur noch einen Teil der Lebensrealität ab. Phänomene wie alleinerziehende Eltern oder Patchwork-Familien sollten auch politisch als zur Normalität dazugehörig anerkannt und nicht als Ausnahmefall behandelt werden.

  • Gleichheit aller Eheformen
  • gleiches Adoptionsrecht für nicht-traditionelle Lebensgemeinschaften
  • Faire und flexible Sorgerechtsregelung auf Basis des Kindswohls und unter Berücksichtigung der Wünsche des Kindes.
  • Abschaffung des Ehegatten-Splittings
  • Sicherstellen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Reform des Verständnisses der „eheähnlichen Lebensgemeinschaft“ in der Sozialgesetzgebung

Weitere Forderungen findest Du dazu auch in unserem Wahlprogramm.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.