In 7 Tagen wird Religion privatisiert!

Teil Sechs des Wahl(Plakat)-Countdowns

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Glaube ist für uns Piraten etwas Privates und Schützenswertes. Institutionelle Bevorteilung einzelner Glaubensgemeinschaften lehnen wir aber entschieden ab.

Freiheit und Vielfalt der kulturellen, religiösen und weltanschaulichen Einstellungen kennzeichnen die modernen Gesellschaften. Diese Freiheiten zu garantieren, ist Verpflichtung für das Staatswesen. Dabei verstehen wir Piraten unter Religionsfreiheit nicht nur die Freiheit zur Ausübung einer Religion, sondern auch die Freiheit von religiöser Bevormundung. Wir erkennen und achten die Bedeutung, die individuell gelebte Religiosität für den einzelnen Menschen erlangen kann.

Trotz der von Verfassungs wegen garantierten Religionsfreiheit ist das Staatswesen der Bundesrepublik nicht frei von religiöser (und weltlicher) Privilegierung der traditionellen christlichen Kirchen. Hier gibt es einen Widerspruch, der durch Immigration und religiöse Differenzierung in der Gesellschaft zu größeren Verwerfungen führen kann.

Ist das kirchenfeindlich? Nein, denn wir mischen uns nicht in die Finanzierung der evangelischen oder katholischen Kirche ein. Diese können nach Belieben Beiträge von ihren Mitgliedern verlangen, nur der Staat soll sie nicht mehr für sie eintreiben. Letztendlich muss man es mit der Gleichheit von Glaubensgemeinschaften, die aus der Religionsfreiheit folgt, halten wie mit der Gleichheitstellung von Individuen. Es kann nicht wünschenswert sein, einzelne zu fördern, noch nicht einmal aus der Sicht der Geförderten. Im Zweifelsfall ist dann nämlich Glaube von staatlicher Willkür abhängig.

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Die weltanschauliche Neutralität des Staates herzustellen, ist daher eine für die gedeihliche Entwicklung des Gemeinwesens notwendige Voraussetzung. Ein säkularer Staat erfordert die strikte Trennung von religiösen und staatlichen Belangen; finanzielle und strukturelle Privilegien einzelner Glaubensgemeinschaften, etwa im Rahmen finanzieller Alimentierung, bei der Übertragung von Aufgaben in staatlichen Institutionen und beim Betrieb von sozialen Einrichtungen, sind höchst fragwürdig und daher abzubauen. Im Sinne der Datensparsamkeit ist die Erfassung der Religionszugehörigkeit durch staatliche Stellen aufzuheben, ein staatlicher Einzug von Kirchenbeiträgen kann nicht gerechtfertigt werden.

Am 22. September säkular-laizistisch für die endgültige Trennung von Staat und Kirche stimmen!

2 Gedanken zu „In 7 Tagen wird Religion privatisiert!

  1. Setzt Euch bitte auch dafür ein, dass das unsägliche Kirchenrecht (fristlose Kündigung bei Verstoß gegen die Sittenvorstellung der Kirche etc.) abgeschafft wird (Verfassungsklage?) und dass Priester u.ä. nicht mehr vom Staat bezahlt werden, sondern nur noch von Kircheneinnahmen, die die Kirchen dann aber bitte selbst eintreiben. Vielen Dank und viel Erfolg!

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