Archiv für den Tag: 20. September 2013

Warum zähl ich hier eigentlich, du gehst übermorgen ja eh nicht wählen?!

Teil Zwölf des Wahl(Plakat)-Countdowns

PP-Bund-Plakate-BTW2013-v10

Mein offener Brief an Nichtwähler hat schon viel Zuspruch gefunden und ich hoffe, dass die Argumente ziehen und noch einige Leute vom Urnengang überzeugen. Heute im Straßenwahlkampf hat es jedenfalls wieder geklappt.

Als PDF findet ihr den Brief hier: https://www.dropbox.com/s/s4by8o52yacyor7/Brief-Nichtw%C3%A4hler.pdf

 

Egal steht nicht auf dem Stimmzettel – Am 22. September wählen gehen!

Lieber Mitmensch,

ich habe mitbekommen, dass Du dir überlegst deine Stimme nicht abzugeben, weil Du unzufrieden mit der Auswahl bist und die da oben eh machen, was sie wollen. Ich versteh‘ Dich sogar, denn in Deutschland ist Abgeordnetenbestechung immer noch legal und die Wahlplakate von CDU, SPD und FDP sagen so viel aus wie eine Scheibe trockenes Brot. Aber genau aus diesen Gründen bin ich selbst in die Politik gegangen. Ich will was ändern, und dafür brauche ich Deine Hilfe.

Dank unseres Wahlrechts bekommen die Parteien es nicht zu spüren, wenn Du nicht wählst. Theoretisch bräuchten nur wenige Tausend abzustimmen und der Zirkus von Berlin würde trotzdem in die nächste Runde gehen. Wer nicht wählt, wählt deshalb Merkel. 

Einen weiteren Effekt hat das Nichtwählen auch noch: damit werden alle abgegebenen Stimmen gewichtiger. Alle. Somit auch die von NPD, DVU und Republikanern. Ihr Einzug in den Bundestag ist erfreulicherweise so gut wie ausgeschlossen, aber dennoch “wiegen” die Stimmen, die sie bekommen haben mehr, wenn du nicht zur Wahl gehst. Wer nicht wählt, stärkt rechtsextremen Parteien den Rücken.

Im vierzehnten Jahr nach der Jahrtausendwende ist unsere Politik immer noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen. Die PIRATEN machen sich daher stark für direkte Demokratie wie in der Schweiz. Doch „Demokratie zwischen Wahlen“ geht nicht nur über die Erhöhung der Taktung der Stimmabgabe. Deswegen haben wir http://openantrag.de/gestartet, wo du über uns schon bald voll transparent einen Antrag in den Bundestag einbringen kannst. Solange so viele gute Ideen es nicht nach oben schaffen, müssen wir an unserer Demokratie arbeiten.

Hast Du trotzdem andere Sorgen? Findest Du trotz Ausbildung oder Studium keinen Arbeitsplatz? Weißt Du nicht, wie Du deinen Eltern ein würdevolles Altern garantieren kannst, wenn Du gleichzeitig noch arbeiten musst? Brauchst Du einfach mal ne Pause? Die Politik muss sich endlich der Lebensrealität der in Deutschland lebenden Menschen stellen und aufhören, Dich mit leeren Versprechen wie „Vollbeschäftigung!“ zu täuschen. Wir brauchen außerdem eine Politik, die Grundrechte verteidigt, online wie offline. Deshalb: Zuhören statt abhören!

Sich einzumischen lohnt sich. Der erste Schritt und beste Weg, sich Gehör zu verschaffen ist, wählen zu gehen. Informiere dich deshalb und mach am 22. September dein Kreuz. Wer eine Veränderung in Politik und Gesellschaft will, der muss auch anders wählen. Auf der ironisch betitelten Seite http://kein-programm.de/machen wir Dir ein Angebot. Also, worauf wartest Du eigentlich noch?!

Dein

Stevan Cirkovic