PIRATEN rufen zur Unterzeichnung des ›Generationenmanifests‹ auf

Unter dem Motto ›Es wird Zeit, die Welt von morgen aus der Sicht unserer Kinder zu sehen‹ spricht das Generationen-Manifest zehn Warnungen aus und stellt zehn Forderungen an die Politik. Die Piratenpartei Deutschland unterstützt die Forderung der Initiatoren nach einer stärkeren Berücksichtigung junger Menschen bei politischen Entscheidungen und ruft Bürger zur Unterzeichnung des Manifests auf. Unter den Unterstützern befindet sich auch Katharina Nocun, Politische Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland. In einem Beitrag auf Zeit Online machte Nocun bereits auf die Problemstellung aufmerksam.

»Um unsere Gesellschaft sattelfest für die digitale Revolution zu machen, müssen wir das Chaos und Flickwerk in der Sozialpolitik der letzten Jahre erst einmal aufräumen und den Sozialstaat wieder auf ein solides Fundament stellen, das auch die nächste Generation trägt. Egal ob Endlagerfrage, Rentendebatte oder Demokratieabbau – die Entscheidungen, die heute getroffen werden, müssen unsere Kinder vielleicht einmal ausbaden. Wir brauchen ein Umdenken in der Politik hin zu mehr Nachhaltigkeit statt Flickwerk im Wahltakt«, erklärt Katharina Nocun die Unterstützung der Initiative.

Konkret fordern die Unterzeichner des Manifests eine aktive Klimaschutzpolitik, eine umweltfreundliche Energieerzeugungswende und Energiesparpolitik, mehr Mitspracherechte von Bürgerinnen und Bürgern in der Politik, die Sanierung der Staatsfinanzen, eine strikte Regulierung der privaten Finanzwirtschaft, mehr soziale Gerechtigkeit durch Bekämpfung der Armut und Förderung der Chancengleichheit, ernsthafte Anstrengungen zur Bekämpfung von Hunger und Unterentwicklung in der Welt, eine nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft, eine umfassende bundeseinheitliche Reform des Schul- und Ausbildungssystems sowie einen fairen Generationenvertrag.

In einer Pressemitteilung vom Juni 2013 erklärte Initiatorin Claudia Langer bereits: »Die Jungen haben keine Lobby und erben all die Probleme, die wir heute nicht lösen. Wenn so viele grundverschiedene Menschen sich zusammenschließen und die Regierenden vor einem ›weiter so‹ warnen, dann zeigt das, dass einiges im Argen liegt.«

Alle Bürger und Politiker sind aktuell aufgefordert, ihr „Generationenversprechen“ in Form einer Unterschrift abzugeben. Deutschlandweit sollen bis zur Bundestagswahl am 22. September 2013 mindestens 100.000 Bürgerinnen und Bürger das Manifest unterzeichnet haben. Dann soll es mit seinen Forderungen an die neue Regierung und alle im Bundestag vertretenen Parteien übergeben und die Aufnahme der Forderungen in das Regierungsprogramm gefordert werden.

Neben den Initiatoren Prof. Peter Hennicke, Utopia-Gründerin Claudia Langer, Prof. Gesine Schwan, Prof. Dirk Messner und Felix Finkbeiner engagieren sich prominente Menschen wie die Musiker Marius Müller-Westernhagen, Chino und Mateo von Culcha Candela, der Schauspieler Benno Fürmann oder Fernsehköchin Sarah Wiener für dasGenerationenmanifest.

Siehe auch: Neuer Generationenvertrag

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