Verschlüsselung als Erste Hilfe gegen Überwachung: Piraten zeigen, wie's geht

Bereits zum zweiten Mal haben am Wochenende Piraten aus der Metropolregion Rhein-Neckar eine Cryptoparty im Mannheimer RaumZeitLabor veranstaltet. Dabei ging es darum, interessierte Menschen für die Notwendigkeit von Datenschutz zu sensibilisieren und in diesem Zusammenhang Verschlüsselungsverfahren (Kryptographie) vorzustellen.

»Edward Snowdens Veröffentlichungen zeigen, dass Geheimdienste alles speichern, was sie bekommen können. Das geschieht verdachtsunabhängig und ohne jede rechtsstaatliche Grundlage. Es ist höchste Zeit für Piraten im Bundestag, da beispielsweise immer noch ein Briefgeheimnis für E-Mails fehlt. Bis dahin zeigen wir den Menschen, was man selbst tun kann, um seine Bürgerrechte zu schützen«, sagt Wolf Weidner, Initiator der Veranstaltung.

Bundesweit veranstaltet die Piratenpartei derzeit in vielen Städten Cryptopartys. Doch das allein sei nur ein Provisorium, meint Florian Köhler. »Solange es keine Fraktion im Bundestag gibt, die sich aktiv für den Schutz von Bürgerrechten auch bei digitaler Kommunikation einsetzt, ist Verschlüsselung das Beste, was wir tun können«, so der Landeslistenkadidat für die Bundestagswahl weiter.

Durch das große Interesse an dem Thema stieß der Veranstaltungsort an seine räumlichen Grenzen, da auch überregionale Medien zur Berichterstattung zugegen waren. Nebst einem Vortrag, der verschiedene Verschlüsselungs-Methoden auch für Laien anschaulich erklärte, stand das Beantworten von Fragen und das direkte Ausprobieren im Vordergrund: Piraten und Mitglieder des »RaumZeitLabors« halfen allen Interessierten, sich die notwendigen Werkzeuge zu installieren und einzurichten.

Die Piraten werden in den nächsten Wochen weitere Schulungen in der Metropol-Region veranstalten, für Anfänger und Fortgeschrittene aller Altersgruppen. Zukünftige Termine und die Möglichkeit sich anzumelden gibt es unter http://piraten-rnhd.de/crypto

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